Nun sind wir wieder zuhause. Gestern um ca. 16 Uhr kamen wir nach ca. 1420 km beim BMW Mahle in Ravensburg an.
Losgefahren sind wir am Samstag den 30.5.2011 um 8:30 bei Kilometerstand 13072. Es war kalt am Samstag, aber uns lies die Liebe zu den kommenden Kurven nicht frieren. Wir hatten auf dem Hahntenjoch sogar etwas Schnee.
Im Tunnel beim Timmelsjoch, der Pforte zum Süden, waren es gerade mal 0 Grad. Aber mit dem Regenzeug hat mensch die Kälte kaum gespürt. Wie heisst es so schön …. kein schlechtes Wetter nur schlechte Kleidung …
Nun sollte nach der doch schönen Anfahrt das Vergnügen beginnen. Das Timmelsjoch auf der italienischen Seite ist eine sehr schöne Strecke ( Top 10 ). Ich geniesse sie jedesmal da sie für mich den Einstieg in ein Motorradeldorado markiert. Der Aufstieg incl. Maut für den österreischischen Teil ist es nicht. Bei der Abfahrt auf der italienischen Seite steigen langsam die Temperaturen. Wir biegen links weg und wollen den Jaufenpass erstürmen.
Unserem Plan wurde ein jähes Ende gesetzt. Martini, mit seiner BMW F800R, verlor in einer kleinen Kurve die Kontrolle und ihn packte das Lenkerflattern. Nach einigen Schreckminuten hat ein Einheimischer einen Krankenwagen kommen lassen. Zur Sicherheit wurde Martini ins Meraner Krankenhaus mitgenommen.
Ich wartete erstmal auf den ACE Abschleppdienst um dann ins Krankenhaus nach zu kommen. Der Abschlepper kam nach ca. 1,5 h und nahm auch das Moped mit nach Meran. Glück im Unglück es ist nicht viel passiert. Martini musste eine Beobachtungsnacht im Krankenhaus verbringen. Mit einem mumligen Gefühl bin ich dann zum Hotel Berghang aufgebrochen.
Die Sonne zeigte sich von ihrer besten Seite als ich am nächsten Tag aufwachte. Nach kurzem SMS Kontakt und einem Frühstück ging es los zum Krankenhaus um das weitere Vorgehen abzustimmen. Martini wurde schon entlassen und so trafen wir uns beim Abschlepper. Das Fahrzeug wurde kurzerhand wieder fahrtüchtig gemacht und wir fuhren gemeinsam zum Hotel bei Bozen. Am nächsten Tag wollten wir dann los und die Ersatzteile besorgen. Martini ging es gut, er hatte „nur“ Schmerzen in der Brust.
Am nächsten Tag haben wir versucht einen neuen Lenker incl. Armaturen in Bozen zu organisieren. Leider hätten alle Teile bestellt werden müssen sodass Martini es so versuchte. Nach einem Cafe, machten wir uns dann auf eine kleine Runde zu drehen. Die Strecke war ca. 240 km lang und bestand aus 220 km traumhaften Kurven incl. unzähliger Kehren. Das alles bei bestem Wetter sodass wir bald wieder ein Schmunzeln verspürten und einen kurzen Augenblick das gestrige Erfahrene vergessen konnten.
Hier nun ein paar Eindrücke …





Am nächsten Tag fuhren wir die Strecke nochmals in entgegengesetzter Richtung. Sodass wir am Abend relativ ausgeruht und froh zum Abendessen im Hotel waren. Das Essen im Hotel Berghang war wie immer gut. Es ist immer ein 3 Gang Menu ala Hausmannskost.
Am morgen unser Abfahrt wurde kurzerhand gezahlt das Gepäck verstaut und schon ging es auf den Weg in die Heimat. Eine komplette Regenfront ab dem Reschenpass sollte uns beglücken. Doch sie blieb aus und wir kamen ohne Regenschauer zu Hause an.
Im nächsten Jahr ist der Termin auf jedenfall geblockt. Fahre wieder nach Südtirol. Ich hoffe Martini ist auch wieder mit dabei.
So long ….



